Avantgarde von vorgestern – Autoritäre antiimperialistische Gruppen im Aufwind
„Die Straße frei, der roten Jugend!“ – Parolen und Organisationsformen, die viele mit den K-Gruppen der 1970er Jahre verbinden, erleben derzeit eine neue Konjunktur. In verschiedenen Städten treten wieder autoritär-kommunistische Gruppen auf, die besonders junge Menschen ansprechen. Organisationen wie Young Struggle, Zora, FKO oder das Solidaritätsnetzwerk knüpfen an klassische antiimperialistische Weltbilder an und orientieren sich an leninistischen Organisationsprinzipien.
Doch woher kommt diese Entwicklung? Welche politischen Vorstellungen stehen dahinter – und warum gewinnen solche Gruppen gerade jetzt wieder an Sichtbarkeit, auch in Leipzig und Sachsen? Ist ihr Aufstieg Ausdruck einer Krise der antidogmatischen Linken und was kann man dagegen tun?
Darüber spricht Christin Melcher, Landtagsabgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, mit Tobias Prüwer.
Tobias Prüwer ist Journalist und Publizist aus Leipzig. Er studierte Philosophie sowie Mittlere und Neuere Geschichte in Leipzig und Aberdeen und arbeitet seit vielen Jahren beim Leipziger Stadtmagazin kreuzer. Als Autor und Essayist hat sich Tobias Prüwer in mehreren Recherchen und Analysen intensiv mit autoritär-kommunistischen Gruppen und den Auseinandersetzungen in Leipzigs linker Szene befasst.
Wann: Montag, 4. Mai, 19 Uhr
Wo: GRÜNES Quartier, Heinrichstraße 9, 04317 Leipzig